Content Management Syteme


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Fazit:

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Im Sommersemester 2001 wurde im Vertiefungsfach Prozessdaten Verarbeitung, unter der Leitung von Prof. Dr. Linn, das Thema Content Management Systeme erörtert. Ziel war es, herauszufinden, was können solche Systeme leisten und welche sind auf dem Markt erhältlich.

Der Markt für Content Management Systeme ist momentan einer der lukrativsten im E-Business-Bereich. Das haben viele Anbieter erkannt und entsprechend heiß wird er umkämpft. Neben Anbietern, die klar als Content Management System-Hersteller bezeichnet werden können, versuchen zunehmend Hersteller aus anderen Segmenten, in diesem Markt Anteile zu gewinnen. Das hat zur Folge, dass der Markt an Content Management Systemen riesig groß und sehr untransparent ist. Es gibt hier eine Menge von Anbietern, die von kleinen Lösungen, bis hin zum Enterprisesystem, alles anbieten. Des weiteren gibt es auch noch spezial Ausprägungen wie z.B. Redaktionssysteme, speziell für den Medienmarkt oder Gruppewarelösungen für Intranets. Auch sind die einzelnen Lösungsansätze vergleichbarer Produkte teilweise sehr verschieden. Hier gibt es z.B. auf der einen Seite Systeme die einfach den Browser eines Systems nutzen und auf der anderen Seite Systeme mit eigener aufwendiger Bildschirmgestaltung. Wie auch immer, eines ist den meisten Anbietern gemein – Sie geben scheinbar ungern Testversionen an interessierte Studenten heraus bzw. bieten für herausgegebene Versionen wenig Support an. Dieser Support ist aber gerade bei der Installation eines solchen Systems unerlässlich. Hier drängte sich uns etwas der Verdacht auf, dass es für die jeweiligen Firmen keinen Sinn darstellt für erst mal wenig Kaufinteressierte einen uneingeschränkten Testsupport zu bieten. Das ganze unter dem Hintergrund, das 100.000 DM für ein solches System, meist erst der Start in die Welt des Content Management Systems bedeuten. Nichts desto Trotz, gibt es aber auch ein paar Firmen die echten Service bieten und Ihre Systeme im Internet zum Test anbieten wie z.B. die Firma InterRed. Hier hat man zumindest die Möglichkeit Grundfunktionen eines solchen Systems zu testen.

Eine Empfehlung für ein System, bzw. gegen ein spezielles System, können wir auf Grund der o.g. Menge und der schlechten Testmöglichkeiten also nicht geben. Was beinhaltet ein Content Management System und die Frage „Benötige ich als Unternehmen überhaupt ein Content Management System?“ haben uns hier vielmehr beschäftigt.

Sicherheit für das Webpublishing ein weiter Schritt nach vorne. Gerade das Vier – Augen – Prinzip, dass auch in der Praxis zu realisieren ist, ist hier ein wichtiger Ansatz um den Publishingprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen. Es gibt aber auch noch Ansätze, die sich im Moment nur auf dem Papier gut anhören. Die Grundgedanken und Grundphilosophien des Content Management sind mit Hervorzuheben sind hier insbesondere die Im- und Exportschnittstellen. Hier ist es im Moment noch nicht möglich z.B. schon bestehende Webseiten automatisch in ein System einzubinden bzw. in andere Systeme zu exportieren. Die Serverkonzepte sind  hingegen schon aufgereift. Hier ist für jeden Einsatzbereich ein passendes Konzept zu finden. Kleinere Unternehmen wird hier ein dynamisches Serverpublishing reichen, wo hingegen größere Unternehmen aus Sicherheitsgründen auf ein Publishing-/Staging-Server zurückgreifen werden.

Bei der Entscheidung Content Management System, ja oder nein bzw. welches System, sollte immer eine langfristig befriedigende Lösung gesucht werden. Am Anfang müssen alle Projektziele und Anforderungen genau definiert werden. Wichtig hierbei sind unter anderem das Content Modell, die Workflow-Definition und die Festlegung aller technischen Kriterien. Die Einführung eines CMS erfordert ein zukunftsorientierte und investitionssichernde Herangehensweise. Gegenüber dem Prozess des herkömmlichen Webpublishing, sind  bei der Integration von CMS – Systemen in eine bestehende IT-Struktur viel mehr Details zu berücksichtigen.

Eine gute Hilfe kann der Fragenkatalog in Kapitel  5.3 bieten. Er liefert wichtige Fragen die in jedem Fall beantwortet sein sollten, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Bei der Kostenentwicklung muss gut zwischen Initialisierungskosten und Betriebskosten unterschieden werden. Die Initialisierungskosten für ein CMS sind unvergleichbar höher als die für normales Webpublishing, denn gerade Softwarelizenzen und Consulting verschlingen hohe Summen. Bei den Betriebskosten kann sich der Einsatz eines CMS dann aber bezahlt machen, da wiederkehrende Aufgaben automatisiert bzw. der Workflow optimiert werden kann und somit eine Qualitätssicherung gegeben ist. Vorteile zeigen sich hier aber erst mittel- bis langfristig.

Bei der Einführung eines CMS ist es wichtig die Akzeptanz der Mitarbeiter zu haben. Deshalb empfiehlt es sich ein CMS in Teilschritten Einzuführen und die Mitarbeiter in kleinen Schritten an ein solches System zu gewöhnen. Man könnte z.B. mit Intranetauftritten beginnen und das Einsatzgebiet dann ganz langsam auch auf das Internet ausdehnen.

Es ist wichtig sein Hauptaugenmerk auf ein System zu richten, welches genau auf die eigenen Belange zugeschnitten ist. Deshalb ist eine strategische Herangehensweise unumgänglich. 

Alles in allem ist der Content Management Markt noch sehr wässrig. Viele Systeme funktionieren wahrscheinlich noch nicht so wie sie es sollten. Jeder versucht in einem großen lukrativen Markt mitzuschwimmen und hofft vielleicht darauf, am Ende einer der wenigen Überlebenden zu sein. Das Kämpfen hat schon begonnen und einige sind auch schon auf der Strecke geblieben.

 


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